Stück 2019

Der ungläubige Thomas

Ein Schwank in 3 Akten
von Carl Laufs und Wilhelm Jacoby

Schweizerdeutsche Übersetzung
von Edy Wyrsch

Regie Hermann Jossen

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Erschienen bei A. Breuninger-Verlag, Aarau

Bei der Familie Döll hängt der Haussegen schief. Die ganze Familie, ausser Döll Senior, glaubt an Spiritismus. Auch die lieben Verwandten machen bei diesem Hokuspokus mit, so nennt jedenfalls Papa Döll den Spiritismus. Mit allen Mitteln versucht er seiner Familie den Blödsinn auszureden. Sein Möchtegern Schwiegersohn macht ihm ebenfalls zu schaffen, zumal er den Damen hilft. Döll ruft seinen Vetter, Professor Puschel zu Hilfe. Doch diese Hilfe bringt gerade das Gegenteil. Nun muss er zu einer List greifen. Er lässt sich von seinem Neffen in die Hypnose einführen. Dabei verliert der arme Mann sein Gedächtnis. Ohne Gedächtnis, so meint die Familie, könne man Döll nicht mehr auf die Strasse lassen. Er geht aber trotzdem und amüsiert sich köstlich. Der Hausarzt und zukünftige Schwiegersohn wird zu Hilfe gebeten. Mit List versucht er, Herr der Lage zu werden. Jedes Mittel ist ihm recht, um Dölls Schwiegersohn zu werden. Ein alter Bekannter soll ihm dabei helfen. Der Studienfreund vom Hausherr kommt auf dessen Wunsch zu Besuch. Auch ihn spannt er für die Heilung des Papa Dölls ein. Doch dieser ist auch nicht auf den Kopf gefallen und weiss sich zu behaupten. Am Ende des Stückes scheint jeder zufrieden.

Programmheft

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Auf der Bühne

Regie

Regisseur
Hermann Jossen
Souffleuse / Regieassistenz
Beatrice Andereggen

Spielerinnen und Spieler

Ignaz Döll
Robi Waltisberger Rentner
Adelheid Döll
Daniela Zellweger Dölls Frau
Franziska Döll
Marianne Huber Dölls Tochter
Emmy Döll
Samira Wicki Dölls Tochter
Paul Wagner
Raffael Lotter Arzt
Gustav Wenglein
Adrian Bucher Dölls Neffe
J. Jakob Allendorf
Ludwig Zellweger Dölls Schulfreund
Leopold Schimmel
Christoph Bucheli Versicherungs-Agent
Angelika Schimmel
Trix Andereggen Frau von Leopold Schimmel
Theres Neugebauer
Regina Gätter Dölls Schwester
Josef Puschel
Stefan Lotter Dölls Vetter
Lisa Kramer
Nesi Müller Barmaid
Josef Kraisinger
Toni Fluder Postbote

Die Autoren

Wilhelm Jacoby

Wilhelm Jacoby wurde am 8. März 1855 als Sohn eines Verlagsbuchhändlers in Mainz geboren. Er arbeitete bereits im Alter von 20 Jahren als Redakteur des „Niederschlesischen Anzeigers“ und von 1878 bis 1891 für das „Mainzer  Tagblatt“. Neben seiner redaktionellen Tätigkeit verfasste er als  wortgewandter Vielschreiber auch eine Fülle von Schwänken, Possen und Operntexten. Seine Stücke unterscheiden sich von den französischen Lustspielen besonders dadurch, dass sie den Bereich des Erotisch-Pikanten oder gar Schlüpfrigen kaum berühren. Die Komik wird vor allem durch Missverständnisse und Verwechslungen hervorgerufen, doch auch eine latente satirische bis gesellschaftskritische Absicht darf nicht übersehen werden. Zu seinen bekanntesten Werken zählt der Schwank Pension Schöller, den er zusammen mit Carl Laufs verfasste und der 1890 in Berlin uraufgeführt wurde.
Wilhelm Jacoby starb 70-jährig am 20. Februar 1925 in Wiesbaden; Rosenmontag 1925 gaben ihm unzählige Freunde das letzte Geleit.

Carl Laufs

Carl Laufs wurde am 20. Dezember 1858 in Mainz geboren. Von dort ging er zuerst nach Göttingen und später nach Kassel. Er arbeitete als Autor von Lustspielen und Schwänken. 1887 schrieb er das Karnevals-Preisstück „Ein toller Einfall“, das im Folgejahr als Fastnachtsposse an vielen deutschen Bühnen erfolgreich zur Aufführung kam. Das Stück wurde später zu einer Operette umgearbeitet und auch verfilmt. „Pension Schöller“ – nach einer Idee von Wilhelm Jacoby – entstand kurz danach. Der Schwank findet sich erstmals 1890 als Repertoirestück auf dem Mainzer Theaterzettel. Obwohl Jacoby nicht einen einzigen Satz zu dem Stück geschrieben hatte, ließ Laufs ihm stets die Hälfte der Tantiemen zufließen. Zu seinen bekanntesten Werken zählt der Schwank Pension Schöller, den er zusammen mit Jacoby verfasste und der 1890 in Berlin uraufgeführt wurde.
Carl Laufs starb am 13. August 1901 im Alter von 42 Jahren in Kassel.