Die Autoren

Wilhelm Jacoby

Wilhelm Jacoby wurde am 8. März 1855 als Sohn eines Verlagsbuchhändlers in Mainz geboren. Er arbeitete bereits im Alter von 20 Jahren als Redakteur des „Niederschlesischen Anzeigers“ und von 1878 bis 1891 fĂĽr das „Mainzer  Tagblatt“. Neben seiner redaktionellen Tätigkeit verfasste er als  wortgewandter Vielschreiber auch eine FĂĽlle von Schwänken, Possen und Operntexten. Seine StĂĽcke unterscheiden sich von den französischen Lustspielen besonders dadurch, dass sie den Bereich des Erotisch-Pikanten oder gar SchlĂĽpfrigen kaum berĂĽhren. Die Komik wird vor allem durch Missverständnisse und Verwechslungen hervorgerufen, doch auch eine latente satirische bis gesellschaftskritische Absicht darf nicht ĂĽbersehen werden. Zu seinen bekanntesten Werken zählt der Schwank Pension Schöller, den er zusammen mit Carl Laufs verfasste und der 1890 in Berlin uraufgefĂĽhrt wurde.
Wilhelm Jacoby starb 70-jährig am 20. Februar 1925 in Wiesbaden; Rosenmontag 1925 gaben ihm unzählige Freunde das letzte Geleit.

Carl Laufs

Carl Laufs wurde am 20. Dezember 1858 in Mainz geboren. Von dort ging er zuerst nach Göttingen und später nach Kassel. Er arbeitete als Autor von Lustspielen und Schwänken. 1887 schrieb er das Karnevals-PreisstĂĽck „Ein toller Einfall“, das im Folgejahr als Fastnachtsposse an vielen deutschen BĂĽhnen erfolgreich zur AuffĂĽhrung kam. Das StĂĽck wurde später zu einer Operette umgearbeitet und auch verfilmt. „Pension Schöller“ – nach einer Idee von Wilhelm Jacoby – entstand kurz danach. Der Schwank findet sich erstmals 1890 als RepertoirestĂĽck auf dem Mainzer Theaterzettel. Obwohl Jacoby nicht einen einzigen Satz zu dem StĂĽck geschrieben hatte, lieĂź Laufs ihm stets die Hälfte der Tantiemen zuflieĂźen. Zu seinen bekanntesten Werken zählt der Schwank Pension Schöller, den er zusammen mit Jacoby verfasste und der 1890 in Berlin uraufgefĂĽhrt wurde.
Carl Laufs starb am 13. August 1901 im Alter von 42 Jahren in Kassel.